Sinnvolle WordPress Einstellungen und Plugins

Sinnvolle WordPress Einstellungen zu finden und die Plugins passend konfigurieren ist gar nicht so einfach. So ein Blog ist schon eine nette Software. Im Handumdrehen bekommt man hübsche Webseiten mit allem drumherum ohne sich darüber Gedanken machen zu müssen.

Eigentlich.

In Wirklichkeit will so ein Blog allerdings erst mal installiert und konfiguriert werden. Und dann muss man noch Plugins nachrüsten.

Für diesen Blog habe ich mich für ein neues System entschieden zuvor hatte ich B2evolution im Einsatz das wie WordPress aus B2 entstanden ist. Für B2evolution hatte ich vor Jahren mal die Möglichkeit geschaffen direkt vom Handy aus Bilder zu bloggen. Aber so richtig weiterentwickelt wurde das Blog nicht. Daher bin ich zu WordPress gewechselt.

Die Grundinstallation ist kinderleicht. Einfach von wordpress.org das Archiv runterladen und im Webspace entpacken. Dann eine Datenbank anlegen und mit dem Browser durchs Setup klicken.

Schnittstellen zum Einträge erstellen gibt es reichlich. Das Web-Interface hat einen rich-editor, es gibt eine eMail Schnittstelle und per rpc kann man auch mit externen Tools wie ScribeFire Einträge bearbeiten. Selbst Microsoft Word wird unterstützt.

Spannend wird es bei den Plugins. Ich habe bei mir folgende Plugins installiert:

Akismet Askimet kümmert sich darum dass die Kommentare nicht von Spam überschwemmt werden. Dazu wird der Kommentar vom Service online analysiert und die Spam Wahrscheinlichkeit bewertet
Akismet Privacy Policies Weil Askimet Daten in die USA überträgt ist es erforderlich in Deutschland darauf speziell hinzuweisen. Dieses Plugin erledigt das
Crayon Syntax Highlighter Ich möchte Code-Schnipsel posten. Mit diesem Plugin wird das hübsch formatiert. Per Mausklick lassen sich die Code-Teile ganz einfach ins Clipboard übernehmen
WebsiteDefender WordPress Security Sorgt dafür dass es Hacker nicht zu leicht gemacht wird den Blog zu übernehmen. Zusätzlich bietet der Dienst noch eine online Überwachung des Blogs an. Dazu muss allerdings ein sogenannter „Agent“ installiert werden der dem Dienst Zugriff auf den Server bietet.
WordPress SEO Dieses Plugin kümmert sich darum um bei Google & Co besser gefunden zu werden.Es generiert zum Beispiel eine Sitemap mit der sich die Crawler besser auf den Seiten zurechtfinden.

Datum und Uhrzeit synchronisieren mit ClockSync

ClockSync ist eine App die sich aus dem Internet mittels NTP die genaue Uhrzeit holt.

ClockSync

Mein Problem war dass mein Telefon aus dem GSM Netz keine Uhrzeit bekommen hat. Laut einigen Artikeln in verschiedenen Foren liegt das wohl am Vodafone Netz. Da die U-Bahnen hier recht pünktlich sind ist eine Uhrzeit die zwei Minuten daneben ist schon sehr unangenehm.

Mit ClockSync habe ich eine App die das Problem geschickt beseitigt. Am einfachsten funktioniert es wenn man auf dem Telefon Root-Zugriff hat. Dann stellt die App die Uhrzeit automatisch ein.

In den Settings habe ich die verwendeten NTP Server noch auf de.pool.ntp.org gestellt so dass bevorzugt NTP-Server aus Deutschland verwendet werden.

Huawei Ideos X3 Rooten

Ziemlich genervt habe ich heute beschlossen mein Huawei Ideos X3 doch zu „rooten“ nachdem es ohne nicht so funktioniert wie es sich für ein Smartphone gehört. Besonders dass die Uhrzeit nicht automatisch gestellt wurde ist eigentlich ein Unding. Auch dass mich der Android Market nicht alle Apps kaufen lässt hat mich bei der letzten Promotionaktion doch gestört.

Anleitungen wie man die root-Rechte bekommt gibt es mittlerweile einige. Unsympathisch dabei war mir immer dass die Software doch aus reichlich zweifelhaften Quellen stammt. Da ich auch verstehen will wie das im Detail funktioniert habe ich den unbequemen Weg gewählt und das ganze von Hand gemacht. Als positiver Nebeneffekt konnte ich die jeweils aktuellste Version der Tools verwenden.

Die Vorbereitung

USB-Debugging aktivieren

Ich möchte mein Telefon vom PC aus ansprechen können. Das brauche ich auch um mit dem Android SDK Software dafür zu entwickeln.

Im Telefon sollte Schnellstart deaktivert und USB Debugging aktiviert werden.

Für die USB-Verbindung müssen zuerst mal die Android Composite ADB Interface Treiber von Huawei installiert werden. Danach wird das Telefon nach dem Anstecken von Windows erkannt.

In der android_winusb.inf habe ich weine weitere VID/PID eingetragen damit das Gerät auch im Fastboot erkannt wird.

Das SDK mit den Android Tools habe ich schon installiert.

Die Binaries

Manche Anleitungen installieren Clockworkmod Recovery. Das ist für einen einfachen Root-Zugriff nicht erforderlich. Das initiale Problem ist bei Android nur, dass es kein Binary auf dem Gerät gibt um in den Root-Modus zu wechseln. Das su Binary ist genau das fehlende Programm. Also muss das nachgerüstet werden.

Ab einer gewissen Stelle muss man der Software vertrauen die man installiert. Für mich selbst habe ich beschlossen dass ich den Binaries von ChainsDD. Dort gibt es sowohl das su binary als auch eine App mit der verwaltet werden kann welche Apps überhaupt root-Rechte anfordern können.

Ich installiere bei mir die Version 3.0.3 vom su-Binary und 3.0.7 von der Superuser app. Daher habe ich die beiden Pakete von der Website runtergeladen und das su bzw. superuser.apk entpackt. Die Superuser App gibt es alternativ auch im Market.

Damit die ganzen Dateisysteme beschreibbar mounten kann braucht es wohl ein geändertes Recovery. Ich verwende einen Build vom Clockworkmod Recovery für das Ideos 8510 bei dem es auch die Sourcen gibt. Den installiere ich nicht sondern boote ihn nur über den fastboot mechanismus.

Das Rooten

Ich schalte das Telefon aus, mit dem PC ist es per USB verbunden. Dadurch bootet das Telefon in den recovery mode. Bei Windows ist es als ADB Device angemeldet, mit den ADB Tools aus dem SDK kann ich darauf zugreifen.

Dann boote ich das recovery:

sobald das recovery sichtbar ist lade ich per ADB das su Binary und die Superuser App auf das Telefon.

jetzt noch einen Reset, dann ist die Sache erledigt.

Telefon ganz normal einschalten, mit der Superuser App kann verwaltet werden wer root sein darf.

Videolan aus dem Kontextmenü verbannen

English: VLC icon

Videolan (VLC) verewigt sich auch im Kontextmenü. Wenn man das wieder loswerden will gibt es keine Option im Einstellungsdialog. Aber ähnlich dem Windows Media Player lässt er sich durch einen kleinen Eingriff in die Registry entfernen. Wie man den WMP aus dem Kontextmenü entfernt hatte ich bereits beschrieben, jetzt geht es dem VLC an den Kragen.

Bevor Änderungen an der Registry gemacht werden sollte ein Backup angelegt werden.

Unter [plain]HKEY_CLASSES_ROOT\Directory\shell[/plain] finden sich die Einträge die man einfach löschen kann.

Etwas weniger technisch wäre eine Neuinstallation von VLC und beim Installer die Checkbox für das Kontextmenü nicht setzen.

GeoSetter Positionskorrektur beim Photomapping mit OpenStreetMap

GeoSetter ist eines meiner Lieblingstools für das Photomapping mit OpenStreetMap. Damit kann ich rasend schnell die Bilder sortieren die ich beim Photomapping geschossen habe.

Da es passieren kann das meine Kamera – eine Sony DSC-HX5V – noch keinen gültigen GPS Fix hatte führt das dazu dass die Bilder die letzte bekannte Position zugewiesen bekommen. Für normale Bilder eine tolle Sache, beim Photomapping stört das gewaltig. Glücklicherweise ist die Kamera so schlau und vermerkt das in den EXIF-Daten.

Das lässt sich dann später mit Tools wie dem GeoSetter korrigieren.

Zusätzlich zum GPS in der Kamera zeichne ich die Tracks beim Mapping mit einem speziellen GPS Logger auf. Ich verwende den Transystem i-Blue 747.

Wenn die Empfangslage schwierig ist hat der Logger eine bessere Position als die Kamera. Daher möchte ich später im Editor beide Positionen angezeigt bekommen.

Vorbereitung

Mit Hilfe von GeoSetter ist das ganz einfach. Zuerst erzeuge ich eine Kopie meiner Bilder. Die Originale möchte ich behalten um später eine „zweite Meinung“ bezüglich der Position zu haben. Dann benenne ich die Kopien der Bilder um. GeoSetter bietet mir da das passende Werkzeug „Bilddateien umbenennen„. Ich füge hier einfach die Zeichenkette „_logger“ an den Dateinamen an.

Bilddateien umbenennen

Koordinaten anpassen mit GeoSetter

Als nächstes lasse ich die Koordinaten des Bildes an die des Loggers anpassen. Das funktioniert deswegen weil Logger und Kamera die GPS Uhrzeit verwenden. In den Bildern steht die genau Zeit in den EXIF Daten drin. Damit kann man aus dem GPX-Track des Loggers die Position holen. Da ich sowohl die Kamera als auch den Logger trage befinden sich beide zur gleichen Zeit am gleichen Fleck.

Ich markiere im GeoSetter die GPX Dateien in der Auswahl die für die Anpassung der Koordinate verwendet werden sollen. Dann die Bilddateien markieren und die Funktion „Synchronisierung mit GPS-Datendateien“ wählen.

Da die Uhrzeit der Kamera von GPS kommt und ich nur die Bilder synchronisieren will bei denen auch wirklich zeitgleich ein Logger verwendet wurde habe ich den Schwellenwert für die maximal zulässige Zeitdifferenz sehr kurz gewählt. Alles innerhalb dieser Zeitspanne für das es keine exakte Position gibt wird ggf. auf den ersten, bzw. den letzten Trackpunkt gesetzt. Gleichzeitig lasse ich auch noch die Zeitzone in die EXIF-Daten schreiben.

Synchronisierung mit GPS-Datendateien

Sollte ich Bilder haben bei denen der Logger nicht bereit war (oder einfach nicht eingeschaltet ;)) so bemerkt GeoSetter das und teilt mir das in einer Statusmeldung mit.

keine passende Position

In meinem Fall gab es vier Bilder zu denen ich keinen passenden GPX Track habe und bei denen ich mich auf die GPS-Position der Kamera verlassen muss. Damit ich später nicht durcheinanderkomme kann ich die Bilder wieder löschen. Nicht vergessen: zu Beginn habe ich eine Kopie angelegt. Die geänderten Dateien zeigt das Programm in rot an. Für die restlichen Bilder übernimmt GeoSetter die neuen Koordinaten nach einem Klick auf das Diskettensymbol „Alle Änderungen in Bildern speichern“.

geänderte Dateien

Verwenden im Editor

Für das Editieren der OpenStreetMap Daten verwende ich JOSM. Dort kann ich einfach die Dateien und GPX-Tracks per Drag’n’Drop anzeigen lassen. Falls die Position eines Bildes im Kamera GPS und im Logger deutlich abweicht muss ich mich eben für eine Position entscheiden. Da sich zusätzlich auch Bing Luftbilder einblenden lassen ist das meiner Meinung nach eine der besten Möglichkeiten Daten zu erfassen. Durch den eingebauten Kompass ist auch gleich klar in welche Richtung man fotografiert hat. JOSM zeigt das durch einen kleinen Pfeil an.

Anzeige in JOSM

Die GPX-Dateien müssen übrigens auch manchmal vor dem Upload bereinigt werden. „Punktewolken“ stören nur beim Editieren. Aber das ist ein anderer Artikel.